
Die DVM-Story unserer Revoluzzer 2026
Text, Bilder: Sandra Tille

Was für eine Achterbahnfahrt der Temperaturen! Die diesjährige Deutsche Vereinsmeisterschaft (DVM) im Agility ging wettertechnisch durch hitzige Extreme – und verlangte Mensch und Hund genau deshalb alles ab – und das nicht nur sportlich.
Das Wetter hat sich in dieser Saison als der wohl härteste Gegner herausgestellt.
Von anfänglich noch idealen Bedingungen bis hin zu einer drückenden Hitzewelle, die zum dauerhaften Thema für alle Teilnehmer wurde, war wettertechnisch diesmal alles dabei – und dass diese Hitze am Ende noch zu einer völlig außergewöhnlichen Entscheidung des Veranstalters führen würde, kam mehr als unerwartet.
Rückblick auf unsere bisherige Revoluzzer-Reise:
Heimspiel in Großkrotzenburg (14.06.2026): Der perfekte Wetter-Auftakt
Als stolzer Ausrichter des ersten Turniers der DVM durfte der SVdH Großkrotzenburg rund 100 Teilnehmende und 15 hochkarätige Teams auf unserem Gelände begrüßen. Das Wetter meinte es gut mit uns: Wolkiger Himmel und ein kurzer, leichter Nieselregen sorgten am Sonntag für absolut ideale Laufbedingungen. Dank einer perfekten Organisation im Vorfeld startete die Veranstaltung auf die Minute pünktlich.
Die Richter Michael Rusch und Lena Mulansky stellten uns vor kreative und hochspannende Parcours, die den Teams alles abverlangten. Manche Läufe gelangen mit Bravour, bei anderen mussten wir reines Lehrgeld zahlen – doch genau diese Herausforderung macht den Sport aus. Drei Durchgänge lang kämpfte jeder Läufer um wertvolle Punkte.
Unser hauseigenes „Revoluzzer Team“ – ein bunter Mix aus routinierten Startern und vielversprechenden Neueinsteiger-Hunden – ging hochmotiviert ins Rennen. Während die einen wichtige Wettkampferfahrung sammelten, feierten die anderen großartige Erfolge im Parcours. Am Ende zählten vor allem der echte Kampfgeist und die riesige Portion Spaß. Das Fazit nach dem Heimspiel stand fest: Weiter angreifen und bei den nächsten Turnieren voll durchstarten!
Krimi in Erbstadt (21.06.2026): Ein ständiger Blick aufs Thermometer
Nur eine Woche später stand das Turnier in Erbstadt an. Aufgrund der vorausgesagten hohen Temperaturen wurde der Start im Vorfeld bereits um eine Stunde auf 7:30 Uhr vorverlegt. Alle Teams trafen pünktlich ein, doch vor Ort wurden wir unerwartet von einer dicken Gewitterwolke gegrüßt. Glücklicherweise blieben Regen und Donner im Nachbarort auf Distanz und zogen haarscharf an uns vorbei.

Da für den weiteren Verlauf extreme Hitze zu erwarten war, drückte die Organisation aufs Tempo. Nach einer knackigen, 5-minütigen Parcoursbegehung fiel auch schon der erste Startschuss. Die meisten Revoluzzer-Läufer legten mit fehlerfreien oder harmonischen Läufen mit nur geringen Fehlern vor und sicherten dem Team die ersten wichtigen Punkte. Der ein oder andere blieben leider bei seinem Lehrgeld. Nach den ersten Durchgängen fiel die anfängliche Anspannung spürbar von uns ab und es wurde erst einmal gemeinsam angestoßen.
Kurz darauf legte sich jedoch eine schwül-drückende Hitze über den Platz. Jeder schützte sich und die Hunde so gut es ging mit Silberdecken und Schattennetzen direkt am Ring. Am Ende sorgte das Wetter für hitzige Diskussionen über die Frage, ob der letzte Lauf des Tages überhaupt noch durchgeführt werden sollte. Eine demokratische Abstimmung der Teams über ihre Mannschaftsführer brachte die Mehrheitsentscheidung: Der 3. Lauf (das Open) wird gestrichen.
Somit war dieser Turniertag deutlich früher zu Ende als gedacht. Das Ergebnis konnte sich dennoch absolut sehen lassen und war bärenstark: In der Tageswertung sicherten wir uns Platz 6 mit 280 Punkten und in der Gesamtwertung Platz 12 mit 500 Punkten.
Das unerwartete Finale
Doch das Wetter und die extreme Hitze blieben das beherrschende Thema. In den WhatsApp-Gruppen wurde immer wieder heiß diskutiert: Was ist den Hunden und Menschen überhaupt noch zumutbar und sportlich vertretbar? Da für das darauffolgende Wochenende Temperaturen von angekündigten 42 Grad drohten, zogen sich einige Mannschaften bereits im Vorfeld komplett zurück. Aus den ursprünglich 100 Teilnehmern wurden so vorab zu erwartende 66 Starter.
Die Hitzewelle fand schließlich ihren traurigen Höhepunkt, als das letzte geplante DVM-Turnier vom Veranstalter komplett abgesagt werden musste. Bei unbarmherzigen 42 Grad stand das Wohl und die Gesundheit unserer vierbeinigen Sportpartner absolut im Vordergrund – eine Absage, die alternativlos war, auch wenn das Sportlerherz natürlich gerne alle Durchgänge gelaufen wäre.
Das Fazit der Saison: Auch wenn uns das Wetter am Ende komplett ausgebremst hat und uns wichtige Punkte durch die Absagen durch die Lappen gegangen sind: Unsere Revoluzzer haben bewiesen, dass sie ein echtes Team sind. Wir haben geschwitzt, gekämpft, gelacht und vor allem immer im Sinne unserer Hunde gehandelt.

Die nächste Saison kommt – und die Revoluzzer werden definitiv wieder angreifen!
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