Der Wettergott hatte ein Einsehen

Unser Turnierwochenende vom 13./14. Juni 2026

Text: Peter Frosch, Sandra Tille; Fotos: Peter Frosch (86), Monica Müller (92), Rainer Fröhlich (3), Doris Kunst (1)

Seite 1: Prolog: Ein Leben im Rhythmus der Zehnminutenwolken

Seite 2: Der Samstag: Unser alljährliches Turnier

Seite 3: Der Sonntag: Revoluzzer müssen weiter angreifen

Seite 4: Unsere Sponsoren

Prolog: Ein Leben im Rhythmus der Zehnminutenwolken☔

Es begann schon, wie üblich vor einem Turnier, mit dem Aufbau am Tag davor, also diesmal am Freitag Nachmittag. Leider hatte der Wettergott zu diesem Zeitpunkt noch vergessen, dass der Juni als Sommermonat eigentlich auch schöne Tage haben könnte. Jedenfalls hatte er sich wohl an diesem Tag in seiner Wettertrickkiste ordentlich vergriffen.

Nur gut, dass wir eine überdachte Terrasse haben. Und Wetter-Apps mögen ja heutzutage schon irgendwie eine segensreiche Erfindung sein. Aber was nützt das, wenn sie uns ein ums andere Mal vorgaukeln, der momentane Schauer sei in zehn Minuten vorüber? Aber was die App verschweigt: Danach kommt auch gleich die nächste Zehnminutenwolke.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: Wie gut, dass wir nach all den Jahren inzwischen sehr routiniert im Vorbereiten und Aufbauen sind. Denn es musste dann in einer Regenpause ruckzuck gehen.

Ach, es war ja so viel gefühlt an diesem Tag.

Kann sich denn irgendjemand erinnern, ob wir in all den vielen Jahren jemals im Starkregen ein Richterzelt aufgebaut haben? Gerade hatten wir die Plane übergezogen, als wir von draußen den gefühlten Weltuntergang hörten. So waren wir erstmal wieder die berühmten zehn Minuten unter der Plane gefangen – mit einem halben Dutzend Pfützen über den Köpfen in einer gefühlten Sauna. Aber wie man sieht, ließen wir uns unseren Humor davon nicht verderben. Das änderte sich übrigens auch dann nicht, als wir merkten, dass wir die falsche Plane übergezogen hatten. Also nochmal von vorne…

Auch als es – mittlerweile immerhin ohne Zehnminutenabregenwolke – um die Absperrung des Parcours ging, trog uns unser Gefühl erneut. Aber am Ende konnten sich so viele Augen gar nicht derart verpeilen, und wir hatten es vollbracht.

Zum Schluss noch schnell ein Wetterschutzzelt am Eingang aufgestellt – und fertig waren die Vorbereitungen – abgesehen von ein paar Kleinigkeiten im Haus und ein bisschen Tischerücken auf der Terrasse.

Fertig! Die beiden Turniere konnten kommen! Nur noch einmal nach Hause und ausschlafen!